Meine Zielvereinbarung für 2014

Meine Zielvereinbarung für 2014

#Running ist kein weiteres digitales Thema dieses kleinen privaten Blogs. Der Hashtag steht für eine Mission. Meine persönliche für 2014.



Update vom 3. Mai 2014:

Hier ist wie angekündigt die Aktualisierung meines Artikels. Der 27. April liegt nun schon ein paar Tage hinter uns. Der TUI Marathon Hannover 2014 ist somit Geschichte. Meine Geschichte besteht aus den folgenden 3 Episoden.

Das Training: Der lange Weg zum Halbmarathon.
Als dieser Artikel am 9. November 2013 veröffentlicht wurde, geschah dies auch, um mein Vorhaben öffentlich zu machen und um mich damit selbst etwas unter Druck zu setzen. Meine Anmeldung zum Halbmarathon erfolgte zu einem Zeitpunkt, zu dem eine Teilnahme eigentlich abwegig erschien. Mit 93 Kilogramm und quasi untrainiert wäre die Distanz von 21,0975 Kilometer sicherlich zur Tortur geworden bzw. gar nicht möglich gewesen.

Zwischen dem 26. November 2013 und dem 27. April 2014 bin ich insgesamt 47-mal gelaufen. Auf 529 Kilometern wurden knapp 50.000 Kilokalorien verbrannt. Dabei blieben ca. 12 Kilogramm Körpergewicht auf der Strecke. Das Lehrter Umland und der Maschsee in Hannover waren meine bevorzugten Trainingsstrecken. Höhepunkt der Vorbereitung war eine Teilnahme beim Springe-Deister-Marathon. Den ersten Halbmarathon meines Lebens beendete ich mit 2 Stunden und 9 Minuten. Die zum Teil bergige Strecke hat mich an die Grenze meiner körperlichen Leistungsfähigkeit gebracht.

Der 27. April 2014 kam näher. Noch zwei Tage bis zum Hannover Marathon. Niemals hätte ich gedacht, dass ich vor diesem Event eine so große Anspannung verspüren würde. Die letzten beiden Nächte fielen relativ kurz aus. Aber nun war es endlich soweit. Der Tag der Wahrheit – der 27.04.2014.

Das Rennen: Die Stimmung, die dich trägt.
Um 08:30 Uhr fuhr ich nach Hannover. Mit dabei ein Freund, der seine Halbmarathon-Premiere antrat. Der Bereich rund um das Neue Rathaus ähnelte einem Dorf aus Läuferinnen und Läufern. Überall bereitete man sich auf den Start vor – körperlich und mental. Kurz vor dem Start um 10:30 reihte ich mich im Startblock B ein. Eigentlich war ich für diesen Block deutlich zu langsam, ich glaubte jedoch es sei ein Vorteil, wenn mich ein schnelleres Umfeld »mitzieht«. Eine schwere Fehleinschätzung.

Um Punkt 10:30 Uhr fiel der Startschuss. Optimales Wetter. Sonnenschein aber nicht zu warm. Trocken. Tausende Läufer hinter mir. Vielleicht ein paar hundert vor mir. Ganz Hannover voller Menschen und nun ging es endlich los. Es ist schon ein beeindruckendes Gefühl, Teil eines solchen Feldes zu sein. Nach den ersten 2 bis 3 Kilometern dann die Angst vor dem plötzlichen Aus. Massives Seitenstechen und es wollte nicht mehr weichen. Der Grund wie ich heute weiß: Der schnelle Startblock B hat mich dazu verleitet, viel zu schnell loszulaufen. Mit einer Pace von 4:40 min/km bin ich das Rennen komplett falsch angegangen. Ich musste langsamer werden um nicht auszuscheiden. Bei ca. Kilometer 5 traf ich ein mir bekanntes Gesicht, neben dem ich relativ lange lief. Das nicht geplante Doppel sorgte dafür, dass ich wieder schneller werden konnte. Und zwischendurch immer wieder Straßenfest-ähnliche Ausmaße an der Rennstrecke. Kinder, die die Hände zum Abklatschen entgegenstreckten. Trommler, Tänzer und eine Stadt voller guter Laune.

Die letzten Kilometer waren eine echte Herausforderung und es wurde wieder etwas langsamer. Auf dem Zieleinlauf vor dem Neuen Rathaus wurden dann noch einmal alle Kraftreserven mobilisiert. Nach einer Stunde und 50 Minuten habe ich die Ziellinie überquert. Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden. Mehr war an diesem Tag auch nicht drin. Diese Zeit ist genau 5 Minuten schneller als die beste Trainingszeit auf der Halbmarathon-Distanz.

Der Tag danach: Das Stimmungstief und neue Ziele.
Meine persönliche Stimmung unmittelbar nach dem Rennen war immer noch euphorisch. Ich hatte das Gefühl, dass sich das Training gelohnt hat. Es war ein toller Tag und eine perfekte Veranstaltung.

Am nächsten Morgen trat jedoch etwas ein, was mich wirklich sehr überrascht hat. Die positive Stimmung und Freude über das Erreichte war plötzlich weg. Keine Spur mehr vom Glücksgefühl des Vortages. Im Gegenteil: Ich hatte das Gefühl, plötzlich kein Ziel mehr zu haben. Die Konzentration auf einen bestimmten Tag war nun nicht mehr da.

Es hat ein paar Tage gebraucht, bis das Stimmungstief überwunden wurde. Ich gehe davon aus, dass diese Erscheinung auch ein bekanntes psychologisches Phänomen ist. Von daher hat mich dies auch nicht weiter beunruhigt.

Geholfen hat jedenfalls auch, dass ich mir neue Ziele gesetzt habe. Natürlich kann man den Laufsport auch ohne Wettkampf-Teilnahme ausüben. In meinem persönlichen Fall habe ich jedoch den Eindruck, dass mir dieser Anreiz gut tut. Da ich mir sicher bin, dass ich meine eigene Leistung noch deutlich steigern kann, habe ich mich entschlossen, in diesem Jahr noch an einigen Veranstaltungen teilzunehmen. Fest steht schon jetzt meine Teilnahme beim Hamburger Halbmarathon am 29. Juni 2014 und beim Citylauf Lehrte (10 km) am 18. Juli 2014. Es bleibt also spannend. Auf eine ähnlich ausführliche Berichterstattung werde ich dann jedoch verzichten.

Zum Schluss noch eine gut gemeinter Ratschlag meinerseits an alle die diesen Artikel lesen: Wenn Du noch nicht läufst, dann fang damit an. Und wenn Du es schon tust, dann renne weiter!

#Running



Artikel vom 9. November 2013:

Ziele sollen ehrgeizig, aber realistisch sein. Ob beides zutrifft, wird sich zeigen. Fest steht jedoch: Ich werde als Starter beim TUI Halbmarathon Hannover 2014 antreten.

Der TUI Marathon Hannover 2014 findet am 27. April 2014 statt. Im letzen Jahr gewann Lusapho April aus Südafrika das Rennen auf der 42,195 Kilometer langen olympischen Marathon-Distanz. Seine Zeit: 02:08:32

»Meine Distanz« – der Halbmarathon – wurde von Valentin Harwardt aus Deutschland gewonnen. Hierfür hat er eine unfassbare Stunde, neun Minuten und 12 Sekunden gebraucht. Nicht mehr.

Es wäre nicht verwunderlich, wenn sich beide oben genannten Herren nach dem Verzehr einer XXL-Portion Nudeln bereits auf der Heimweg befinden würden, während ich noch emsig dabei bin, meine Runden durch Hannover abzuspulen.

Soweit so gut. Muss dieser Artikel sein? Die Antwort lautet: Ja! Dieser Artikel dient auch dazu meine eigene Motivation zu steigern. Da mein Vorhaben nun öffentlich ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der TUI Marathon Hannover 2014 doch ohne mich stattfindet. Soweit jedenfalls die Theorie.

Wer schon einmal die Erfahrung gemacht hat und sich als Lauflaie (wie ich) einer solchen Challange gestellt hat, der kann sich gerne mit einem guten Ratschlag an mich wenden. Entweder hier als Kommentar oder gerne auch ganz diskret per E-Mail.

Der Blick auf den Kalender sorgt für Anspannung, denn der 27. April 2014 kommt näher:

__

Dieser Artikel wird nach dem 27. April 2014 aktualisiert.
Bestimmt jedenfalls…

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Andreas,
    ich bin im letzten Jahr den HM in Hannover gelaufen und muss echt sagen, dass die Strecke insgesamt eine der schönsten ist, die ich bisher bei so einer Veranstaltung gelaufen bin. Flach, schnell und eine Wahnsinns Stimmung entlang der Strecke. Wenn ich bis dahin wieder fit bin, werde ich im kommenden Jahr wieder dabei sein. Und noch ein Tip was Hannover angeht: Der Sportscheck-Nachtlauf macht mindestens genauso viel Spaß. Beste Grüße und vielleicht bis zum Start in Hannover 🙂

    • Hi Marc, Danke für deine Nachricht! Wenn Du im April dabei sein solltest, dann melde dich doch vorher mal! Wäre schön, wenn man sich nach wirklich langer Zeit mal wiedersieht! Gruß Andreas

Schreibe einen Kommentar

  • Andreas-Pfetzing.de ― Private Nachrichten. Online.
Top